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Die Veranstaltungen der Prinzengarde

Der Fahrplan des närrischen Zuges
Die Veranstaltungen der Prinzengarde: Der Fahrplan des närrischen Zuges
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freuen sich auf die Session: Rainer Küsters (sitzend), Präsident der Prinzengarde der Stadt Krefeld und des Comitees Carneval Crefeld; Rosenmontagszugleiter Albert Höntges (hinten); Prinzengarde-Sprecher Peter Kostyrok (l.) und Prinzengarde-Geschäftsführer Christian Cosman (r.). FOTO: Müller
 
 
Das neue Jahr startet - die jecke Session auch. Die Prinzengarde der Stadt Krefeld wartet mit Highlights auf und verrät einen prominenten Preisträger. Von Ernst Müller
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Comitee Crefelder Carneval präsentierte Heribert II. und Christina I. als neues Prinzenpaar

Jeckes „Ja“ am 11.11.


 Oberbürgermeister Gregor Kathstede (rechts) freute sich darüber, dass Heribert II. (Boosen) und Christina I. (Schwirtz-Lidner) als neues Prinzenpaar zugesagt haben. FOTO: Samla
 
 

Krefeld hat (endlich) ein neues Prinzenpaar. Heribert II. (Boosen) und Christina I. (richtig heißt sie Christina Maria Gerda Schwirtz-Lindner) werden die Jecken der Stadt in der bereits gestarteten Session anführen. Damit hat die zähe Suche des neu formierten Comitee Crefelder Carneval (CCC) ein Ende (unsere Zeitung berichtete exklusiv). Eigentlich hatten die Ober-Karnevalisten der Stadt bereits Anwärter für den Prinzenpaar-Posten. Diese zogen sich jedoch kurzfristig zurück. Nach einer „Krisensitzung“ des CCC wurden Namenslisten von potenziellen Kandidaten abtelefoniert. Albert Höntges, Vize-Präsident des CCC, wurde schließlich fündig. Passend zum Start in die fünfte Jahreszeit gaben Krefelds neue Regenten am vergangenen Dienstag, also dem 11.11., ihre Zusage.

„Ich bin überaus glücklich, dass es dem CCC gelungen ist, auch für diese Session ein Prinzenpaar zu finden“, sagte Oberbürgermeister Gregor Kathstede bei der offiziellen Vorstellung im Rathaus.

Heribert II. stammt aus Hüls und ist Gesamtpersonalrat der Stadt Krefeld. Zuvor war er unter anderem zehn Jahre lang Hallenmeister der hiesigen Eishallen. Seit einigen Jahren ist er Mitglied der Spielfreunde Uerdingen, mit denen er auch bereits am Kölner Rosenmontagszug teilnahm. Heribert I. hat sich die „Pflege und Förderung der krieewlschen Mundart“ auf die Fahne geschrieben.

Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Christina I., stammt ebenfalls aus Krefeld. Sie ist Inhaberin der „Paulus Klause“. Dort dürfen die Gäste auch ihre Gesangsqualitäten bewundern. „Ich habe mir für die Session schon etwas überlegt“, räumt sie auf Nachfrage des Extra Tipp ein. Soll heißen: Die Krefelder Jecken dürfen sich auf eine singende Prinzessin freuen. Sieben Mal zog sie mit der Fußgruppe „80-10-10er“, die ihre Heimat in ihrer Kneipe hat, beim Krefelder Rosenmontagszug mit. „Ich hatte schon immer den Traum einmal Prinzessin zu werden“, sagt Christina I. und ergänzt: „Eigentlich hatte ich mich schon aus Spaß mit einem Gast dazu verabredet.“ Nun aber wird sie mit ihrem Lebensgefährten, Prinz Heribert II., antreten. „Dafür wird dieser Gast wohl einer unserer Minister.“

Die Inthronisierung wird nun am 9. Januar nachgeholt. Die Proklamation steigt am 16. Januar im Mercure Parkhotel Krefelder Hof.

Quelle: City Anzeigenblatt Krefeld II

XXVI. Ritter des Närrischen Steckenpferdes Willibert Pauels


Willibert Pauels wuchs als drittes von vier Kindern (drei Schwestern) einer tiefkatholischen Familie in Wipperfürth im Bergischen Land auf; sein Vater war Volksschullehrer.

 

 

 

Nach dem Abitur 1973 (Engelbert-vom-Berg-Gymnasium) studierte er Katholische Theologie in Bonn und Münster, zunächst mit dem Ziel, Priester zu werden. Weil zwar er, aber seine „Hormone nicht wollten“ (Pauels), wurde er nach dem Diplom „Laientheologe“, arbeitete in einem Sägewerk, im Collegium Marianum (seinerzeit noch in Neuss), absolvierte in dieser Zeit eine Ausbildung zum Freizeitpädagogen und wurde nach der entsprechenden Vorbereitung 1993 zum katholischen Diakon geweiht. Bis November 2006 war er als solcher - neben den anderen Verpflichtungen – in verschiedenen Pfarrgemeinden hauptamtlich tätig, seither ist er „Diakon mit Zivilberuf“.

Im privaten Umfeld, Schule und Freundeskreis fiel er früh durch seine humoristische, parodistische und schauspielerische Begabung auf. 1975 trat er erstmals auf einer Karnevalssitzung (Kajuja) seiner Heimatstadt auf, in den folgenden Jahren dann regelmäßig im regionalen Karneval.

Dieter Steudter (3 Colonias) entdeckte ihn 1995 für den Kölner Karneval, 1996 stand er dort erstmalig in der Bütt und mauserte sich schnell zu einem der bekannteren „kölschen“ Karnevalisten.

Zeitweise schreibt er als Kolumnist für die Kölner Boulevardzeitung Express, regelmäßig ist er im Kölner Domradio um 11:11 Uhr mit dem „Wort zum Samstag“ zu hören.

Kritik wird mitunter von Katholiken geäußert, die die Würde des Diakonenamtes als nicht vereinbar sehen mit Pauels' Auftritten im Karneval. Pauels weist hingegen auf die historisch enge Verbindung von Kirche und Karneval hin: Er sei seit 2006 „hauptberuflicher DiaClown mit Nebenberuf Diakon“. Pauels Ordinarius, der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, stützt ihn in dieser Einstellung.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Willibert_Pauels